PROJEKT

Beratungs=Stichworte

Grundstück. Lage, Ausrichtung, Schnitt, Infrastruktur, Nachbarn
Anspruch & Kosten eine Gratwanderung
Keller. ja/nein?
Planung-Lage im Grundstück - Haus
Grösse. Nutzfläche-Geschosse-Raumbedarf (Art, Anzahl, Fläche)
Grundrissgestaltung
Nebengebäude

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Grundstücksgrösse: 783 m²
Wohnfläche: 106 m²
Bauweise: Niedrigenergiehaus mit Dreifachverglasung,
Baukörper Holzrahmenbau auf Bodenplatte,
außen offene Lärchenholzfassade, Innenauskleidung
aus Ziegelmauerwerk bzw. Lehmputz (Innenseiten
Außenwände), schwerer Holzgrundofen,
Fertigstellung: 2013 geplant
Baukosten: 120.000,--

Süd-West-Ansicht


AUSWAHL DES GRUNDSTÜCKS

Ist ein Baugrundstück nicht schon vorhanden, so steht am Beginn eines Bauprojektes immer zuerst die Suche nach einem geeigneten Grundstück. Alles an einem Haus kann später geändert werden, seine Lage nicht. Daher ist es wichtig das Umfeld richtig auf seinen eigenen Bedürfnisse ausgerichtet einzuschätzen  "Für mich war entscheidend naturnah und ruhig zu wohnen und gleichzeitig in einem überschaubaren Zeitrahmen mit dem Nahverkehr zum Arbeitsplatz zu gelangen." so der Bauherr. Deshalb sollten in die Standortanalyse im Umfeld einer Großstadt Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten und Schulen/Kita Eingang finden, genauso wie Durchgangsverkehr und Flugzeugrouten. Für die Architektur spielen Form und Ausrichtung des Areals die entscheidende Rolle. "Lange Handtücher" oder dreieckige Grundstücke schränken die Bebauung stark ein, zumal oft eine Grenzbebauung unzulässig ist. Wichtig ist der Blick zur Straße und zur Sonne. TAGESLICHT heißt das Zauberwort jedes großen Architekten. Wo soll dass Haus plaziert werden? Wohin geht der Blick? Gibt es hohe und grosse Schatten werfende Bäume? Reicht die Grundstücksgröße (GFZ/GRZ)? Vielleicht ist das freistehende Einfamilienhaus im Einzelfall nicht die ideale Lösung. Doppelhäuser oder anders geartete Gebäudekomplexe benötigen im Verhältnis weniger Grundstücksfläche und teilen sich gemeinsam genutzte Wände.

Eine wichtige Rolle spielt der Bebauungsplan, der oft starke Einschränkungen für Art und Ausführung des Bauvorhabens mit sich bringt. In diesem Zusammenhang sollen auch die Baumschutzsatzungen der einzelnen Gemeinden und Landkreise erwähnt werden. Diese Dinge gilt es vor dem Grundstückskauf durch Voranfragen bei den Behörden zu klären.

Die Entfernung zum Stadtzentrum spiegelt sich deutlich in den Bodenpreisen wider. Verlangt man im Berliner Stadtgebiet nicht unter 150,-- EUR/m², so lassen sich im Umland heute noch deutlich günstigere Grundstücke in zum Teil sehr guten Lagen finden. Denn oft machen die Grundstückskosten in städtischen Lagen bis zu 50% der gesamten Kosten aus.


Nord- Ost- Ansicht

KOSTEN & ANSPRUCH - EINE GRATWANDERUNG

Was sind die Eigenschaften, die ein Haus preiswert machen und welche Strategien bieten sich an ?

Kleiner bauen - Einfacher bauen - Etappenweise bauen - Bauherrengemeinschaft - Selbstbauer

==> Da ist als erstes die Größe zu nennen. Die "normale" Größe für ein Einfamilienhaus wird wohl irgendwo zwischen 100 und 150m² liegen, ist also bescheiden dimensioniert. In diesem Zusammenhang spielen die nachgelagerten Bewirtschaftungskosten in Abhängigkeit von der Grundfläche einen nicht zu vernachlässigenden Kostenfaktor. Dazu gehört auch die Minimierung der wenig genutzten Flächen, wie Diele, Flur, Bad/WC und Schlafraum. Diese Funktionen können knapp gehalten werden, so dass das Haus an anderer Stelle größer wirken kann.
"Das Bad/WC habe ich bewusst klein geplant, zumal ich nur eine Dusche benötige. Das WC-Becken ist -Comprimo- klein. Dafür habe ich ein riesiges Wohnzimmer realisiert." so die Strategie des Bauherren.

==>So kann neben der Größe die Form & Ausrichtung des Baukörpers ein Kostentreiber werden. Verwinkelte Gebäude verteuern überproportional:
  • Materialverbrauch und Arbeitsaufwand 
  • Planungs- und Statikeraufwand 
  • Betriebskosten für Wärmeenergie ("Der Wind als größter Energiedieb!")
Die kompakte Bauform bietet ein Optimum. Auch die Ausrichtung des Gebäudes spielt eine Rolle. Große Fenster nach Süden sorgen für solare Einträge im Winter. Geschlossene Fassaden nach Norden vermeiden Wärmeverluste. Unser Bauherr dazu: "Aus diesem Grund haben wir die Südseite zu 2/3 verglast, während auf der Nordseite nur ein kleines Fenster im Bad deren Entlüftung gewährleistet." 

==>Einen grundlegenden Beitrag zur Kostenminimierung kann auch die Konstruktion leisten. Eine schlichte Form kann zu einer erheblichen Materialersparnis und Verringerung der eingesetzten Arbeitsleistung führen.

Weiterhin gilt das Weglassen des Kellers als die Mutter aller Sparmaßnahmen. Zur Kompensation können Vergrößerung des Hauswirtschaftsraumes (HWR) und/oder der Bau eines Schuppens dienen.

Immense Kostenunterschiede gibt es bei den verschiedenen Heizungssystemen; doch dazu im Teil Heizung mehr. In diesem Zusammenhang seinen auch die Längen der Versorgungsleitungen erwähnt. Durch kluge Raumanordnung und Lage der "Verbraucher" lassen sich beträchtliche Einsparungen erzielen.

Natürliche Baustoffe sind nicht nur wohngesünder, sondern oft viel preiswerter als die Produktpalette der chemischen Industrie. Der Bauherr dazu: "Für die Innenwände haben wir Abbruchziegel vermauert, die aus dem alten Gartenhaus stammten. Das hat Entsorgungskosten gespart und sorgt für die Schaffung eines Wärme speichernden Kerns im Haus. Und ganz nebenbei begeistert die Optik des Sichtmauerwerks jeden Besucher."

Einzellösungen zu Bauteilen und Bautechniken der Gewerke können in individuellen Beratungsgesprächen erläutert werden.





Blick von der Galerie

Laufgang

Zugverkleidung Galeriebene

Wandheizung

Westseite Galerie


Kücheninsel

Grundofen und Galerie (OG)

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Galerie Ostseite

Eingangsbereich
Bad/WC





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